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zur eröffnung der vernissage „margareta
antony – malerei und objekte“
galerie.fein.sinn
do 05 06 2003 elke kellner zu
sehen sind heute werke der künstlerin mux – margareta
antony , die in der meisterklasse von hubert schmalix an der akademie
für bildende künste in wien 1998 in malerei und graphik
diplomierte. eine ganze reihe von ausstellungen ihrer arbeiten
waren bereits im in- und ausland zu sehen – um nur die wichtigesten
zu nennen u.a. im konsulat münchen, kleine galerie, wien oder
auch im semperdepot, wien.
daneben arbeitet die künstlerin höchst vielfältig
in den bereichen werbegraphik und design bzw. webdesign, entwirft
fassaden – und innenraumgestaltungen und förderte am
borg in st.pölten künstlerisches arbeiten mit kindern
und jugendlichen. „DIE WICHTIGSTE REGEL IST ES, ALLES MIT SOVIEL DRAMATIK
ZU ERFÜLLEN, WIE DU NUR KANNST.“
dieses zitat von andy warhol steht sozusagen als leitsatz auf der
startseite der homepage von margareta antony – www.muxatwork.com
wo sie auch einen blick ins virtuelle atelier der künstlerin
werfen können.
dramatik, in der ureigenen bedeutung des griechischen wortes „drama“ – tat,
handlung - ist der grundimpuls ihrer arbeiten. ihre bilder erzählen
geschichten, oder besser berichten von taten und handlungen.
die
serie „the 5th element“, die den kern der ausstellung
bildet, führt eine sehr eigenständige auseinandersetzung
mit einem neuen, fremden bestandteil, der als 5. element in die
konventionelle welt der anderen 4 elemente: wasser, erde, feuer,
luft eintritt, die frühere arbeiten der künstlerin bestimmten.
das 5. element kommt nun als „fremdes“ hinzu und ergänzt
die organischen eigenschaften der anderen durch den aspekt der
technik. es wird durch roboterwesen verkörpert, die in eine
gegenposition zum menschen gesetzt werden: sie entwickeln sich,
wachsen heran und verselbständigen sich. die
künstlerin – selbst im bild – beobachtet,
leitet und unterwirft sich diesem prozess: in verschieden formen
der annäherung, aber auch des konfliks zwischen bekanntem
und fremden gibt sie selbst in „um dich mensch tut es mir
leid“ den anstoß für eine entwicklung, die spielerisch
mit einer art „vertreibung aus dem paradies“ beginnt,
in der der mensch mit einem völlig neuen element seiner umwelt
konfrontiert wird, dessen eigenschaften erforscht werden wollen.
diese vorsichtige kontaktaufnahme findet in undefinierten „white
cubes“ statt – in räumen, deren oberflächen
nicht von den handelnden figuren ablenken und vollste konzentration
auf das wesentliche erlauben, das durch kräftige, satte rottöne
noch hervorgehoben wird. die
künstlerin durchlebt ein wechselspiel zwischen annäherung
und distanz, kontrolle und unterwerfung in dem das 5. element zu
einem teil ihrer selbstreflexion wird.
am ende der serie, in „i’ll miss your picture“ scheint
sie das risiko einzugehen, dem fremden, neuen element - auch in
sich selbst - eine solche eigenständigkeit zuzubilligen, dass
seine größe und darstellung zwischen beeindruckend und
bedrohlich schwankt. in letzter konsequenz wohl auch eine probe
des vertrauens in das andere, das fremde im spannungsfeld zwischen
der technisierung der umwelt und dem fremden in sich selbst.
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